Neuerscheinungen

Mauthausen im Bild

Fotografien prägen unser Bild von nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Sie werden vielfach unkritisch als objektive Darstellungen der historischen Realität wahrgenommen, ihr Entstehungszusammenhang rückt vor ihrer angenommenen Eindeutigkeit in den Hintergrund. Insbesondere Täterfotos werden regelmäßig verwendet.

Diese Studie beschäftigt sich mit Fotografien, die von SS-Angehörigen im KZ Mauthausen aufgenommen wurden. Ziel ist, die Hintergründe dieser Bilder, ihre Funktionen für die Täter und ihre Nachwirkungen darzustellen, um den Blick auf diese spezifischen Quellen zu schärfen. Ein zentrales Anliegen ist es, die Fotografien nicht einfach als Abbildungen der Lagerrealität, sondern als Dokumente der Täter zu begreifen.

V2-Raketen im Brauereikeller

Das Konzentrationslager Redl-Zipf mit dem Tarnnamen "Schlier" ist heute kaum bekannt.
Dies mag daran liegen, dass die Erinnerungsarbeit hauptsächlich auf das KZ Mauthausen und neuerdings auch auf das KZ Gusen fokussiert wurde, während die Außenlager bisher wenig Resonanz fanden. Redl-Zipf aber hatte einen besonderen Stellenwert innerhalb der Außenlager von Mauthausen: Dort wurden die Triebwerke der V2-Raketen getestet und in den (enteigneten) Stollen unterhalb der Zipfer Brauerei sollte auch der Treibstoff für die sogenannten "Vergeltungswaffen" hergestellt werden.

Hintergrundbild