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Packageangebot für PädagogInnen

Broschüre "Das Konzentrationslager Mauthausen"

Das Konzentrationslager Mauthausen wurde nur wenige Monate nach dem "Anschluss" Österreichs an Nazi-Deutschland gegründet und entwickelte sich sehr schnell zu einem der gefürchtetsten Konzentrationslager mit enormen Opferzahlen.

Diese Broschüre bietet einen geschichtlichen Überblick und Hintergrundinformationen zum KZ Mauthausen und zum gesamten Lagersystem.

Zu den Autoren:

Hans Maršálek
Verhaftet 1941 wegen Widerstandstätigkeit gegen die Nationalsozialisten und ab 1942 Häftling im KZ Mauthausen. Nach dem Krieg Aufbau des Mauthausenarchivs, des Mauthausenmuseums, Autor zahlreicher Publikationen und jahrelanger Leiter der KZ-Gedenkstätte. Obmann der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen. Verstorben 2011.

Kurt Hacker
Verhaftet wegen Widerstandstätigkeit gegen die Nationalsozialisten und Einweisung in das KZ Auschwitz. Flucht aus dem KZ knapp vor der Befreiung. Nachfolger von Hans Maršálek als Leiter der KZ-Gedenkstätte, Vorstandsmitglied der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen und Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees. Verstorben 2001.

Packageangebot: 10 Stück € 25,- zzgl. Versand

Neuerscheinung

V2-Raketen im Brauereikeller

Das Konzentrationslager Redl-Zipf mit dem Tarnnamen "Schlier" ist heute kaum bekannt.
Dies mag daran liegen, dass die Erinnerungsarbeit hauptsächlich auf das KZ Mauthausen und neuerdings auch auf das KZ Gusen fokussiert wurde, während die Außenlager bisher wenig Resonanz fanden. Redl-Zipf aber hatte einen besonderen Stellenwert innerhalb der Außenlager von Mauthausen: Dort wurden die Triebwerke der V2-Raketen getestet und in den (enteigneten) Stollen unterhalb der Zipfer Brauerei sollte auch der Treibstoff für die sogenannten "Vergeltungswaffen" hergestellt werden.

Anhand von zahlreichen historischen Dokumenten, darunter Transportlisten oder Todesmeldungen, wird Schritt für Schritt die Geschichte dieses weitgehend vergessenen Konzentrationslagers rekonstruiert, von den ersten bis zu den letzten Tagen. Diese Monografie spannt einen weiten Bogen: Von den Ursprüngen in den Kellern einer ländlichen Brauerei bis hin zur Ankunft des Fälscher-Kommandos der "Aktion Bernhard" kurz vor der Auflösung des Lagers. Dieses Buch endet mit neuen Perspektiven der Erinnerungsarbeit und überraschenden Fakten. Es ist gelungen, die Namen zusätzlicher Todesopfer zu eruieren die im "Totenbuch" des Lagers nicht aufscheinen. Darüber hinaus schlägt die Studie eine Brücke zwischen dem Außenlager Zipf und der Tötungsanstalt Hartheim, wo eine signifikante Zahl von Häftlingen aus Zipf in der Gaskammer des Schlosses ermordet worden ist.
Das Buch schließt eine Lücke in unserem kollektiven, nicht nur österreichischen, Gedächtnis und trägt dazu bei, den Namen Mauthausen künftig stärker mit der Rüstungsindustrie und den "NS-Vergeltungswaffen" in Verbindung zu bringen.

Mag. Cyril Mallet (1983) aus der Normandie ist Doktorand der Universität Rouen Normandie und der Justus Liebig Universität Gießen. Sein aktueller Forschungsschwerpunkt ist die geheime Vergasungsaktion von Häftlingen der Konzentrationslager zwischen 1941 und 1945, der sogenannten "Aktion 14f13". Er ist Mitglied des Forschungslaboratoriums "Equipe de Recherche Interdisciplinaire sur les Aires Culturelles": ERIAC EA4705 der Universität Rouen Normandie. Er hat verschiedene Artikel über die Nazi-Zeit veröffentlicht und ist der Autor der Monografie: Le camp de concentration de Redl-Zipf 1943-1945, Bruz, Edition Codex, 2017.

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