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Neuerscheinung

"Und wenn ich Auschwitz überlebe ... Mein Weg vom Tod zum Leben."
Max R. Garcia

Die Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen, das Mauthausen Komitee Österreich und das Comité International de Mauthausen haben anlässlich des 90. Geburtstags von Max Garcia sein Buch "Auschwitz, Auschwitz ... I cannot forget you, as long as I remain alive" in deutscher Sprache herausgegeben.

Max Garcia überlebte das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz sowie die Konzentrationslager Mauthausen, Melk und Ebensee. Nach seiner Internierung im Vernichtungslager Auschwitz wurde er ins Konzentrationslager Mauthausen deportiert, dann in das Außenlager des KZ-Mauthausen in Melk überstellt und schlussendlich im Außenlager des KZ-Mauthausen Ebensee von amerikanischen Truppen im Alter von 20 Jahren befreit.

Dieses Buch stellt wegen seiner detaillierten Schilderungen dieses ehemaligen Häftlings in vier nationalsozialistischen Konzentrationslagern einen wesentlichen historisch-wissenschaftlichen Beitrag für die Zeitgeschichte dar. In seinem Buch erzählt Max Garcia über die Zeit der Internierung seiner Familie aus Amsterdam nach Auschwitz, die Vernichtung der Familie, seine Überstellungen nach der Evakuierung von Auschwitz nach Mauthausen und in die Nebenlager, die Befreiung und seine Tätigkeit als Dolmetscher für die Alliierten. Ausgehend von der Geschichte von Max Garcia und seiner Familie über die Zeit des NS-Terror-Regimes bis hin zu seiner Emigration in die USA spannt das Buch einen Bogen zu seinem gegenwärtigen Leben. Das Buch wurde erstmals im Jahr 1979 herausgebracht und wurde mit Kapiteln seiner Kinder und Enkelkinder erweitert. Es ist ein Zeugnis für seinen starken Überlebenswillen und seinen dauerhaften Glauben an die Zukunft.

Weitere Informationen zum Buch "Und wenn ich Auschwitz überlebe ... Mein Weg vom Tod zum Leben."

Buchpräsentationen

Sehnsucht Brot. Essen und Hungern im KZ-Lagersystem Mauthausen

Montag, 28. Februar 2011, 19 Uhr
Wissensturm (Kärtnerstr. 26), Linz

"Sehnsucht Brot" beschäftigt sich mit einem Thema, das obwohl von zentraler Bedeutung für das (Über)Leben im KZ-System bis dato noch kaum behandelt wurde: Essen bzw. vielmehr Hungern im KZ Mauthausen. In ihrer Studie spannt die Autorin Christine Stahl, Ernährungswissenschafterin und Journalistin aus Linz, einen weiten inhaltlichen Bogen. Im Mittelpunkt steht dabei die Ernährungssituation im KZ. Erstmals wird die Ernährung im Konzentrationslager auf ihren ernährungsphysiologischen Wert und auf ihre fatalen Auswirkungen auf den menschlichen Organismus analysiert. In diesem Buch wird aber auch auf die allgemeine Ernährungspolitik und die Lebensmittelknappheit im Dritten Reich eingegangen.

Buchpräsentation Sehnsucht Brot Linz 28.02.2011Buchpräsentation Sehnsucht Brot Linz 28.02.2011

Geraubte Kindheit. Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus

Donnerstag, 10. März 2011, 19 Uhr
Dschungel Wien im MQ (Museumsplatz 1, 1070 Wien)

Die Aktivitäten des Jahres 2010 standen im Zeichen des Gedenkens an die Kinder und Jugendliche, die im KZ Mauthausen gefangen gehalten wurden.

Die ersten jugendlichen Häftlinge kamen im Sommer 1940 nach Mauthausen, junge Republikanische Spanier zwischen 13 und 18 Jahren alt, die in Frankreich verhaftet worden waren und von der SS als "Rotspanier" kategorisiert wurden. Ab 1943 wurden zahlreiche polnische und vor allem sowjetische Jugendliche eingewiesen, die in den besetzten sowjetischen Gebieten als Arbeitskräfte zwangsrekrutiert und zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert wurden. Viele der spanischen, sowjetischen und polnischen jugendlichen Häftlinge wurden als Steinmetze in Mauthausen und vor allem in Gusen angelernt. Ab dem Herbst 1943 wurden jugendliche Häftlinge aber auch zur Arbeit in der Rüstungsindustrie und beim Stollenbau gezwungen. In den letzten Monaten vor der Befreiung kamen mit den Evakuierungstransporten aus anderen Konzentrationslagern noch hunderte Kinder und Jugendliche nach Mauthausen. Bei der letzten statistischen Erfassung der Mauthausener Häftlinge durch die SS am 31. März 1945 wurden 15.046 Häftlinge unter 20 Jahren gezählt.

Buchpräsentation Geraubte Kindheit Wien 10.03.2011Buchpräsentation Geraubte Kindheit Wien 10.03.2011