Selbst der Teufel würde erröten

Selbst der Teufel würde erröten

František Janouch

Selbst der Teufel würde erröten

Briefe meines Vaters aus der Hölle von Auschwitz und aus dem KZ am Loiblpass



Es sind sehr persönliche Briefe, die in diesem Buch abgedruckt sind. Auch die Briefe, die die Zensur passieren mussten, sind in einer mehr oder weniger verschlüsselten Form "intim", weil wir durch diese Dokumente sublime Eindrücke, oder zumindest Ahnungen, von der persönlichen Kultur des Erinnerns in der Familie Janouch bekommen. Vor allem die so genannten Kassiber, die geschmuggelten Briefe, sind ohne die Berücksichtigung des "inneren" Autors kaum verständlich – Warten und Erinnern haben hier höheren Stellenwert als die Beschreibung der Qualen und Leiden des Konzentrationslagers.

Dieses Warten und Erinnern ist mit der Hoffnung verknüpft, dass wiederkehren möge, was dem KZ-Häftling Dr. František Janouch die Kraft zum Ausharren und Überleben gab: die Bilder von der mit der Familie gemeinsam verbrachten glücklichen Zeit, von den hoch gehaltenen Idealen und Werten, von der emotionalen und intellektuellen Bedeutung von Lernen, Helfen, Teilen, von Bildung, Muttersprache, Fürsorge und Freundschaft.

František Janouch (*1931) ist ein prominenter tschechischer Kernphysiker und Menschenrechtsaktivist der ersten Stunde des Prager Frühlings.

Im vorliegenden Buch kommentiert der Autor Briefe seines Vaters, eines angesehenen Arztes und Mitglieds einer antifaschistischen Prager Widerstandsgruppe, die dieser aus dem Konzentrationslager Auschwitz und dem Mauthausen-Nebenlager Loibl Süd an seine Familie geschrieben hat.